Ich habe hier jetzt schon wirklich lange nichts mehr geschrieben und dachte mir daher, dass ich mal wieder ein Lebenszeichen abgeben sollte! Aber die letzte Zeit war auch etwas turbulent für mich.
Ich muss sagen, dass mich die vielen Kommentare in meinem letzten Beitrag sehr überrascht und mir Mut gemacht haben. Als ich hier herkam hätte ich nicht gedacht, dass es so viele Leute gibt, die sich für mich so sehr interessieren würden. Ich muss euch allen wirklich so sehr danken!! ;-)
Zurzeit geht es mir wirklich gut und ich hoffe sehr, dass ich in nächster Zeit nicht mehr so viele melancholische Beiträge verfassen werde!
Es gibt wirklich liebe Menschen auf der Welt, nachdem ich von euch so aufbauende Kommentare bekommen habe, wahrscheinlich viel mehr als ich bisher gedacht hätte.
Nochmal, DANKE für ALLES!!! ;-))
der-Schüchterne - 19. Jun, 13:19
So, weil ich jetzt schon so lange nichts mehr geschrieben habe und mir nichts Anderes einfällt, schreibe ich jetzt einmal warum ich so selten schreibe. Ich schreibe nicht so selten, weil ich unbedingt zu wenig Zeit hätte, Zeit habe ich zwar auch nicht unendlich, aber für ein, zwei kurze Beiträge in der Woche würde sie schon reichen. Es liegt auch nicht daran, dass ich nicht will, ganz im Gegenteil, aber mir fällt einfach nichts interessantes aus meinem Leben ein und Geschichten will ich auch nicht erfinden, außer wenn ich vielleicht meinen Blog in einen Geschichtenblog konvertiere, aber wer weiß, vielleicht habe ich ja wirklich einmal Lust ein paar Geschichten zu erfinden. Eigentlich frage ich mich eh warum ich mit dem Bloggen überhaupt begonnen habe, wo ich doch von Anfang an wusste, dass ich in Wirklichkeit gar nichts zu sagen habe. Ich glaube mich haben nur die vielen Blogger fasziniert, die in regelmäßigen Abständen teilweise schon über Jahre hinweg über Alles schreiben und jederzeit nachverfolgen können, was sie an irgendeinem Tag in ihrem Leben bewegt hat, aber dadurch dass ich nur so sporadisch schreibe ist das bei mir ohnehin nur halb so interessant. Aber ich traue mir meine Texte, nachdem ich sie geschrieben habe, sowieso nicht mehr durchlesen, weil ich finde, dass ich immer irgendwas in einem grauenhaften Stil schreibe. Mir tut jeder leid, der sich meine „leicht“ depressiv angehauchten Texte antut. Also sind meine Blogambitionen eigentlich doppelt unnötig, außer wenn ich mich eines Tages vielleicht wirklich für meine Gedanken von irgendwann interessieren sollte.
So und der Rest dieses Eintrags wird dann wohl wieder einmal um meine Unfähigkeit Kontakte zu knüpfen und zu pflegen hinauslaufen, also schlussendlich wieder nur meine übliche Raunzerei, eigentlich schreibe ich eh immer nur das Gleiche, inklusive meiner üblichen Schlussansicht, dass ich der Umwelt die Schuld an meiner Unfähigkeit gebe, obwohl ich genau weiß, dass das so nicht stimmt.
Ich habe es noch nie geschafft mit jemandem über längere Zeit in Kontakt zu bleiben, auch wenn ich es noch so sehr wollte. Ich habe es bis jetzt noch immer geschafft, indem ich mich nie traue mich bei jemandem einfach mal zu melden und mit ihm über irgendein Thema zu reden, einen Kontakt zu pflegen. Das liegt nicht immer nur daran, dass ich mich nicht traue, sondern manchmal einfach daran, dass ich nicht weiß über was ich mit jemandem reden soll und je mehr Zeit ich seit dem jeweils letzten Gespräch vergehen lasse, desto weniger traue ich mich dann einfach mich zu melden. Und bevor ich einfach nur mal „Hallo“ sage und eigentlich keinen richtigen Gesprächstoff habe, so wie fast immer, sage ich besser gar nichts. Ich komme mir auch immer irrsinnig schuldig vor, wenn ich mit jemandem in einem Raum bin oder im Internet rede und ich einfach nicht weiß was ich sagen soll, ich muss die Leute in meiner Umgebung unglaublich fadisieren. Dabei meine ich es überhaupt nicht böse oder finde mein Gegenüber auch nicht unbedingt uninteressant, aber mir fällt nur einfach nie ein gutes Gesprächsthema ein und oft traue ich mich dann eben auch gar nichts sagen, auch wenn mir etwas Gutes einfällt.
Was auch noch schlimm ist, ist dass ich in einem Gespräch ziemlich schnell in die Passivität falle, besonders wenn ich das Gefühl habe, dass mich jemand ausfragt oder mir die ganze Zeit etwas erzählt, so antworte ich dann oft nur noch mit „ja“ und fühle mich noch schuldiger, weil ich genau weiß, dass ich eigentlich viel mehr sagen sollte, schließlich ist es ja irrsinnig schwer mit jemandem wie mir zu reden und ein richtiges Gespräch aufzubauen und meine Passivität macht es nur noch schwerer und irgendwann gibt es dann auch der Geduldigste mit mir auf.
Und jetzt muss man sich nur noch vorstellen, dass das bei mir immer so ist, auch bei Frauen aus den diversen Singleseiten und ich wundere mich dann auch noch immer, warum sie mir einfach nicht zurück schreiben. Ich meine, in letzter Zeit versuche ich eh schon immer mehr Fragen zu stellen und längere Antworten zu formulieren, aber irgendwie habe ich es noch nie geschafft eine Frau für mich zu begeistern, ich kann einfach kein richtiges Gespräch führen.
Aber ich weiß auch nie was ich sagen soll und ich will nicht irgendwelche Geschichten erzählen, ich bin zum Geschichtenerzählen viel zu unfähig, ich beginne dabei immer zu stottern und außerdem gehen mir dann auch noch immer irgendwo die Pointen verloren. Und über das Wetter will ich auch nicht ständig reden und ich glaube nicht, dass ich da unbedingt alleine bin.
Am Allerschlimmsten sind ja „Streitgespräche“ mit mir, sobald jemand eine andere Meinung als ich vertritt schließe ich mich ihm über kurz oder lang einfach an, auch wenn ich nicht unbedingt genau der gleichen Meinung bin, aber wenn ich die Beweggründe halbwegs nachvollziehen kann, übernehme ich, zumindest Oberflächlich, fast jede Meinung. Keine Ahnung warum ich da so bin, wahrscheinlich weil ich sowieso bis jetzt noch alle Streitgespräche verloren habe und ich mich einfach nicht umsonst wehren will, mir fehlen ohnehin immer die Argumente.
So betrachtet, glaube ich, dass ich nie eine Frau finden werde, die sich für mich so sehr interessiert, dass sie mir zusätzlich zu meinen anderen Fehlern, auch noch meine Schweigsamkeit verzeiht. Ich stelle jetzt einmal die These auf, dass es nur ganz wenige charakterliche Fehler, die schwerer verziehen werden, als wenn sich jemand überhaupt nicht richtig ausdrücken kann. Wahrscheinlich hätte ich als unehrlicher, unzuverlässiger Unmensch, der sich aber gut verkaufen kann, viel mehr Erfolg, als so schweigsam wie ich bin, das ist zwar irgendwie traurig aber auch irgendwie verständlich.
der-Schüchterne - 27. Mai, 22:36
Seit kurzem weiß ich, dass sofern man nicht unter Flugangst leidet das wahrscheinlich Anstrengendste am Fliegen wohl die ständige Bedienung der Flugbegleiter ist. Während einer Flugzeit von ein bisschen über zwei Stunden müssen Kopfhörer ausgeteilt, Essen und Trinken verabreicht und Schokolade verteilt werden, wobei die Reste des Essens natürlich auch wieder abgedeckt werden müssen und das kann doch ziemlich nerven, vor allem, wenn man eigentlich nur den Flug genießen möchte. Nun sind zwei Stunden für so viele Aufgaben nicht sehr lange und daher komme ich mir beim Essen ständig leicht gestresst vor. Das Essen ist zwar in ganz liebe kleine Portionchen eingeteilt, für die man fast länger zum Auspacken als zum Essen braucht, aber trotzdem muss man sich einigermaßen beeilen, wenn man nicht will, dass die armen Flugbegleiter zwei mal zum Abdecken kommen müssen.
Was das Essen betrifft, würde ich sowieso gerne wissen, wie viele Leute keine zwei Stunden ohne warmes Essen überleben können. Ich stelle einmal die gewagte Behauptung auf, dass bei so kurzen Flügen auch ohne ständige Nahrungsmittelaufnahme niemand sterben würde, schließlich funktioniert es auf Busreisen auch ohne Lebensmittelausgabe, wobei solche Reisen oft nicht nur viel länger dauern, sondern auch mit Bussen ohne Klimatisierung abgehalten werden und das Ganze auch noch ohne ständige Bedienung. Eigentlich ist die Essensausgabe im Flugzeug auf so kurzen Distanzen überhaupt nur eine einzige Energieverschwendung, schließlich muss das Essen nicht nur warm gehalten, sondern auch transportiert und irgendwann auch zubereitet werden.
Das Einzige, das wahrscheinlich noch schlimmer als die ständige Bedienung durch die Flugbegleiter ist, ist wenn man neben jemandem sitzt, der einem nicht glaubt, dass man seinen ersten Flug auch ohne kleinen Nervenzusammenbruch überleben kann, sondern sich eigentlich ganz wohl fühlt und darum regelmäßig nach seinem Befinden gefragt wird. Komischerweise finde ich die Gepäckausgabe weit aufregender als den gesamten Flug inklusive Start und Landung, schließlich kann ich zwar leicht zwei Stunden ohne Nahrungsmittelaufnahme überleben, aber umso schwerer einen ganzen Urlaub mit dem was ich anhabe und gegen Flugzeugabstürze kann ich sowieso nichts machen, der Pilot weiß schon was er tut, das ist eben der Vorteil wenn man ein vertrauensseliger Mensch ist.
Außerdem finde ich die Kräfte die beim Start und bei der Landung wirken ziemlich mächtig und Turbulenzen sind überhaupt das Beste am ganzen Fliegen, sonst könnte ich ja gleich mit dem Bus fahren ;-).
Im Großen und Ganzen war mein erster Flug aber wunderschön, ich würde in Zukunft nur, wenn ich es mir aussuchen kann, lieber mit einer Billigfluglinie fliegen, die mich nicht dauernd stresst.
der-Schüchterne - 17. Mai, 11:28
Komisch, seit meinem letzten Beitrag haben mich auf einer Singleseite plötzlich zwei Frauen an einem Tag angesprochen. Leider wohnen beide ca. 800km von mir entfernt, so dass die eine den Kontakt verständlicherweise gleich abbrach, aber die Andere sogar noch mit mir in Verbindung ist. Auch wenn beide viel zu weit von mir entfernt leben, haben sie mir doch zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer gegeben, dass es vielleicht doch irgendwo eine für mich perfekte Frau geben könnte, die mich nicht nur mag und mit mir eine Partnerschaft eingehen möchte, sondern auch noch nicht zu weit weg ist. Auch wenn es noch länger dauern könnte bis ich sie finde, beziehungsweise wäre es vermutlich wahrscheinlicher, wenn sie mich finden würde. Ich habe inzwischen nämlich die These aufgestellt, dass eine Frau die jemanden wie mich sucht, sicher nicht darauf warten würde, bis ich sie finde und es auch noch wage sie anzusprechen, sondern viel eher würde sie selbst auf die Suche nach mir gehen, weil wenn sie auf mich warten würde, könnte das sehr lange dauern. Ich weiß, das ist eine sehr gewagte Theorie, aber derzeit kann ich mir nicht vorstellen, dass ich eine Frau auf der Straße anreden würde, weil ich traue mir zurzeit schon kaum nach dem Weg zu fragen, wenn ich mich verrannt habe und da würde ich es wohl noch weniger wagen eine fremde Frau anzusprechen.
Aber ich wurde in der Zwischenzeit nicht nur von zwei Frauen angeschrieben, sondern bekam auch von zwei Frauen Antworten, mit denen ich schon gar nicht mehr gerechnet hatte. Manchmal muss man sich wohl ein bisschen beschweren, damit etwas weitergeht, auch wenn die Frauen von meiner Beschwerde eigentlich gar nichts wissen können. Leider habe ich von beiden jetzt auch schon wieder länger nichts gehört. Allerdings denke ich sowieso, dass ich der einen wohl weniger gefallen würde, obwohl ich von ihr noch fast gar nichts weiß und die Andere ist MIR zurzeit leider nicht so sympathisch, allerdings weiß ich von ihr auch noch nicht wirklich viel. Das Seltsame ist ja, dass ich vorher immer dachte, dass ich nicht so wählerisch wäre und jede halbwegs passende Frau nehmen würde, aber inzwischen habe ich wohl begriffen, dass ich auch nicht jede nehmen würde, obwohl ich noch immer glaube, dass mich praktisch jede Frau haben könnte, wenn sie mich lange genug bezirzen würde oder ich in einer depressiven Phase bin. Ich denke nämlich wirklich, dass wenn ich wieder in so eine Depression falle, ich mich wahrscheinlich wirklich auf jede Frau einlassen würde, auch wenn sie mich nur ausnutzen würde, aber ich hoffe, dass mir mein positives Gefühl noch länger erhalten bleibt für die nächste Zeit.
Vielleicht liegt es ja nur an meinem „Erfolgserlebnis“, dass nachdem ich von so vielen Frauen nie eine Antwort bekommen habe, plötzlich innerhalb kurzer Zeit zu mehreren Frauen Kontakt hatte, aber irgendwie habe ich jetzt gar nicht mehr ein so großes Verlangen nach einer Partnerin, ich meine, wenn es sich irgendwie ergeben würde, wäre es sicher unbeschreiblich schön, aber nachdem ich jetzt denke, dass es prinzipiell irgendwo eine Frau für mich geben könnte, bin ich irgendwie beruhigter, fürs erste zumindest, ungefähr so lange, bis ich wieder 20 Frauen geschrieben habe, die mir nicht einmal antworten. Es reicht mir schon das Gefühl, dass es eine passende Frau geben könnte, die mich schon finden wird oder die vielleicht sogar ich irgendwie finde, wenn ich dazu reif bin. Ich hoffe nur, dass ich mir jetzt keine falschen Hoffnungen mache, doch auf jeden Fall muss ich dem Ganzen wohl etwas Zeit geben, wahrscheinlich noch mindestens zwei bis drei Jahre, bis ich an eine realistische fixe Beziehung denken darf, ich hoffe nur, dass sich das Warten auch bezahlt macht und ich diese Zeit halbwegs gut durchstehe.
der-Schüchterne - 5. Mai, 01:14
So, ich muss mal wieder herumraunzen, das brauche ich von Zeit zu Zeit einfach ;-). Also wäre jetzt genau der Richtige Moment zu lesen aufzuhören, wenn man nicht so sehr auf sinnlose, witzlose und gedankenlose Zeitverschwendung steht.
-------------
Nachdem ich jetzt wieder einige Wochen aktiver nach einer Frau auf den Singleplattformen in den Weiten des Internets gesucht habe, bin ich wieder einmal an den Punkt angelangt, an dem ich davon wieder genug habe und eine Pause brauche, weil ich mir schon fast sicher bin, dass es für mich wahrscheinlich sowieso keine Frau gibt, zumindest keine die mit mir auch glücklich werden könnte.
Ich bin einfach nicht der Typ, der von Frauen gesucht wird, ich bin nicht einmal das Gegenteil davon. Ich habe keine Ahnung wie ein Mann sein muss, dass er einer Frau gefällt, ich weiß nur, dass ich nicht so bin und auch sicher nie sein werde. Auf jeden Fall wage ich es nur von ca. 600 Frauen auf den diversen Singleseiten, nur sechs überhaupt in die engere Auswahl zu nehmen, weil ich den Anforderungsbedingungen der Anderen überhaupt nicht entspreche. Wenn ich mich dann sogar traue eine von meinen sechs auserwählten Frauen anzuschreiben, heißt das auch noch lange nicht, dass ich jemals auch nur irgendeine Antwort zurückerhalten werde. Aber immerhin habe ich letztens dann doch von einer ganz Lieben eine mehr oder weniger ablehnende Antwort erhalten.
Aber wahrscheinlich ist es sowieso besser, wenn mich keine Frau nimmt. Es wäre wahrscheinlich für jede Frau eine Qual, um nicht zu sagen ein Alptraum mit mir zusammen zu sein. Das heißt nicht, dass ich nicht Alles in meiner Macht stehende unternehmen würde um meine Partnerin glücklich zu machen, aber ich glaube nicht dass meine Schweigsamkeit irgendwer lange aushält. Ich habe es noch nie geschafft mit irgendjemandem längere ernsthafte Dialoge zu führen, um nicht zu sagen überhaupt zwei Sätze zu reden. Ich bin einfach absolut unfähig mich verbal auszudrücken und das alleine macht mich eigentlich schon beziehungsunfähig, obwohl ich ja immer noch die Hoffnung habe, dass ich bei der richtigen Frau vielleicht ein bisschen mehr rede, zumindest manchmal.
Dabei wäre ich ansonsten eigentlich ziemlich anhänglich und das auch noch ohne meiner Partnerin ihre Freiräume zu rauben und das ist meiner Definition nach kein Widerspruch, weil ich damit meine, dass ich meiner Partnerin immer und jederzeit treu ergeben wäre und nicht von ihr verlangen würde, dass wir Alles nur gemeinsam machen müssen, wenn sie das nicht will. Außerdem müsste mich meine Partnerin wirklich sehr schwer verletzen, um nicht zu sagen fast zerstören, damit ich jemals auf die Idee käme sie nach längerer Zeit zu verlassen.
Natürlich könnte ich anstatt hier zu raunzen, um nicht zu sagen anstatt hier meine persönlichen Depressionen auszuleben und noch zu verschlimmern auch in die Welt hinausgehen und jede Frau die irgendwie partnerlos aussieht belästigen, aber ich würde bei jeder Ablehnung vor Scham fast eingehen, um nicht zu sagen fast sterben. Na gut, sterben würde ich vielleicht nicht, vielleicht würde ich mich nach der 20. bis 50. Ablehnung in Folge möglicherweise sogar daran gewöhnen , aber irgendwann würde ich mir dann doch die Frage stellen wie viele Frauen ich ansprechen muss, bis ich endlich einsehe, dass mich niemand will. Daher bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass ich den Beweis dieser Aussage fürs Erste besser überspringe, zumindest bis mir meine Verzweiflung genügend Mut dazu gibt, bevor ich noch in schwerere Depressionen verfalle, die nicht durch ein bisschen raunzen wieder mehr oder weniger vergessen sind. Zumindest bis ich eben wieder einmal daran denke wie schön es doch mit einer Frau sein muss.
Wenn ich wenigstens sicher sein könnte, dass es irgendwo eine ganz ganz liebe Frau gibt, die nur auf jemanden wie mich wartet, dann könnte ich wenigstens jede Frau, die ich schon einmal irgendwie angesprochen habe abhacken, mich auf den Rest konzentrieren und würde meiner Partnerin immer näher kommen. Aber was ist wenn ich auch den Rest gefragt habe und noch immer nicht die Richtige dabei war? Soll ich mir dann einreden, dass ich nur schlecht gesucht habe und noch einmal von vorne anfangen? LOL
Dass ich auf den diversen Singleseiten, auch keine Frau finde, die sich auch nur irgendwie für mich interessiert baut mich auch nicht wirklich auf, um nicht zu sagen frisst mich langsam auf. Von den Singleseiten brauche ich auf jeden Fall, wie schon erwähnt eine Pause von unbestimmter Zeit, bis ich mich davon wieder erholt habe. Immer wenn ich es wage dort eine Frau anzuschreiben und einen ganz individuellen Text verfasse, je nach Stimmung und Frau und keinen Text 1:1 doppelt verwende, werde ich von den meisten Frauen trotzdem nicht einmal ignoriert. Wenn ich wenigstens irgendeine Antwort zurückbekomme, sei es auch nur dass ich ihnen viel zu dumm und unfähig und keine Ahnung was noch alles bin, bin ich schon zufrieden, aber wenn ich gar nichts zurückbekomme finde ich das wirklich nicht fair, auch wenn sie hunderte unseriöse Zuschriften von irgendwelchen Männern bekommen sollten, kann es doch nicht zu viel verlangt sein, dass sie eine seriöse Zuschrift wenigstens durch eine Standardnachricht abtun.
Wenn ich wenigstens ein abgrundtief schlechter Mensch wäre, dann wäre es manchmal vielleicht etwas verständlicher warum ich überhaupt keine Chance bekomme, aber ich denke nicht dass ich viel schlechter bin als viele andere Menschen, die ich kenne, daher kann es das wohl nicht wirklich sein. Vielleicht bin auch zu lieb, aber ich will einfach nicht einsehen, dass das ein Fehler ist und wenn doch kann ich meine Suche wohl so lange einstellen bis ich depressiv und verbittert genug bin, dass sich das von selbst ändert.
Es ist auch nicht so, dass ich ein fixes Bild von einer Frau im Kopf hätte, nach der ich suche und die sich davon kaum unterscheiden darf, sondern ganz im Gegenteil, ich würde von einer Frau fast gar nichts verlangen, außer dass sie mich gerne hat und das trotz meiner Fehler, wobei ich sogar versuchen würde an diesen zu arbeiten, wenn sie sie so sehr stören würden.
Doch alle meine mehr oder weniger „guten“ Eigenschaften, werden wohl von meiner schüchternen, weinerlich raunzenden Art viel zu sehr überschattet, als das ich jemals eine passende Frau finden könnte.
Aber ich beginne jetzt sowieso damit mir einzureden, dass Partnerschaften völlig überschätzt werden, schließlich beschweren sich die meisten Männer mit Partnerin, die ich kenne sowieso andauernd nur über ihre Freundinnen und wer weiß vielleicht wäre ich in Wirklichkeit auch so und würde hier andauernd nur jammern und das möglicherweise nur um jammern zu können. Wahrscheinlich stelle ich mir Beziehung ohnehin viel zu romantisch und perfekt vor, in Wirklichkeit werden sie wahrscheinlich schon nach wenigen Jahren, vielleicht sogar Monaten nur mehr langweilig, anstrengend und eine endlose Qual, besonders mit mir.
Dann bleibt noch die Frage ob ich denn keine Kinder will. Natürlich wäre der Gedanke ganz allerliebst, aber ich denke, in meinem Fall ist es wahrscheinlich sowieso besser wenn ich keine Kinder bekomme, bevor noch ein weiteres so unglückliches Kind wie ich auf die Welt kommt.
der-Schüchterne - 24. Apr, 13:16