Ich fühle mich allein und einsam. Nie werde ich wirklich und dauerhaftes Glück verspüren. Immer werde ich mich einsam und allein fühlen. Nie wird irgendetwas gut sein.
Ich mag am liebsten nur noch weg. Einfach weg sein, das wäre sicher das beste für mich.
Ich würde so gerne nur einmal das erleben, was für andere ganz normal ist. Ich würde so gerne nur einmal wahre Liebe in Geborgenheit verspüren dürfen, anstatt mich von der Sehnsucht danach zerfressen lassen zu müssen. Ich ertrage es einfach nicht, zu wissen, dass ich immer ganz allein sein werde. Das Einzige, das wahrscheinlich noch schlimmer ist, als diese Sehnsüchte, sind enttäuschte Hoffnungen. Ich weiß gar nicht, wie ich mir noch irgendwelche Hoffnungen machen kann, wo bis jetzt auch alle meine Hoffnungen völlig umsonst waren und nur zu noch größerer Traurigkeit geführt haben, so dass auf fünf Minuten Glück, mindestens eine Stunde tiefste Niedergeschlagenheit kommt.
Mich kann man sowieso gar nicht gern haben. Ist wohl auch besser so. Hoffentlich bin ich bald nicht mehr da. Vielleicht geht ja zumindest die Hoffnung bald in Erfüllung. Ich bin sowieso so wertlos.
Ich werde nie normal sein. Nie wird irgendetwas gut sein.
Das einzig Gute an mir ist, dass man an mir nicht mehr viel mehr kaputt machen kann, egal wie man mich behandelt. Ich habe auch bestimmt gar nichts Anderes verdient.
Am liebsten wäre ich ganz allein, auf einer ganz einsamen Insel, nicht dass ich da jetzt nicht schon irgendwie wäre, aber es fehlt irgendwie das richtige Ambiente, zumindest das wäre schöner. Aber ich denke, es wäre vielleicht auch einfacher zu ertragen nur mit sich ganz allein immer einsam zu sein, als unter vielen und zu wissen, dass einen niemand mag. Aber wahrscheinlich ist das auch nur so eine übertriebene Vorstellung und in Wirklichkeit ist es ganz allein, ganz weit weg von allen anderen noch schlimmer, zumindest auf Dauer oder auch nicht…wer weiß… Eigentlich ist es eh egal wo ich bin, ich bin sowieso immer ganz allein dort.
der-Schüchterne - 12. Jul, 04:42
Ich habe so ein tiefes Verlangen nach Zweisamkeit in mir, ich kann gar nicht verstehen, woher das kommt. Also ich meine, ich kann es mir denken, aber es sollte trotzdem nicht da sein. Ich wünschte, ich könnte solche Gefühle gar nicht haben. Ich wünschte, ich könnte einfach mit dem zufrieden sein, was ich habe. Es tut einfach nur weh, solche Gefühle und Gedanken zu haben, wenn man weiß, dass alles so unerreichbar und weit weg ist.
Am schlimmsten ist es wohl, wenn man jemanden kennenlernt und man das Gefühl hat, dass man sich gegenseitig mag und versteht, wenn auch nur per Internet und man sich wirklich oft und gerne schreibt, man sich schon irgendwie Hoffnungen auf etwas Schönes macht und dann erst recht nur total enttäuscht wird. Danach kann ich mich dann nur immer wieder fragen, wie ich nur so dumm sein konnte zu glauben, dass mich irgendjemand wirklich, wirklich mögen könnte. Ich sollte das doch schon so viel besser wissen, weil es ja doch immer nur das gleiche ist, aber ich bin immer wieder so dumm. Ich will es wohl wahrscheinlich auch glauben, besonders nachdem ich meinem Gegenüber schon unzählige Male gesagt habe, dass man mich gar nicht mögen kann, weil ich eben in Wirklichkeit gar nicht toll oder sonst irgendwas bin und er mir trotzdem versichert, dass das gar nicht stimmen könne und dass ich mir das nur einrede. Aber wenn es nicht so wäre, würde nicht jeder weggehen und das noch bevor er mich erst so richtig kennen gelernt hat. Alles tut einfach nur noch weh, nachdem wieder jemand weg gegangen ist. Abhängig von Intensität und Dauer der Bekanntschaft, ist der anschließende der Grad und die Länge der von mir unvermeidbaren Traurigkeit. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich damit umgehen soll, wenn immer alle weggehen, die sagen, dass sie mich mögen. Ich lerne doch eh nur so schwer Menschen kennen, die überhaupt so halbwegs mit mir reden können. Vielleicht bin ich eh nur auf der Welt, um nach kurzen Hochphasen lange traurig zu sein…oder ich sollte gar nicht auf der Welt sein. Mich würde eh niemand vermissen. Das denke ich mir jeden Tag vor dem Einschlafen.
Manchmal frage ich mich, wie das wohl ist, wenn man einen Menschen hat, der einen wirklich aufrichtig lieb hat…bei einem Menschen, bei dem man nicht jeden Tag Angst haben muss, dass er einfach weggeht. Bestimmt wäre es schön, so einen Menschen zu haben, mit dem man alles teilen könnte, der einen einfach so versteht, nicht immer gleich böse wird und ganz viel Geduld mit einem hat. Am besten jemand, von dem man bedingungslos geliebt wird. Naja, das ist sicher illusorisch, dabei hätte ich so gerne erfahren, wie es wohl wäre, einen Menschen zu haben, der sich über jede Minute freut, in der man in seiner Nähe ist, genauso, wie man sich selbst darüber freut in der Nähe des anderen sein zu dürfen und der einen auch ganz genauso vermisst, wenn man bei ihm sein kann.
Wie ist das überhaupt möglich, dass ich mich in andere verlieben kann und sich gar niemand in mich? Das ist so unfair, das dürfte eigentlich gar nicht sein, wenn dann sollte ich mich auch gar nicht verlieben können dürfen, dann wäre alles viel besser, genauso sollten diese ganzen Sehnsüchte gar nicht da sein dürfen. Man sollte solche Gefühle einfach abschalten können. Inzwischen hasse ich schon alle Filme, Zeitschriften, Bücher, Werbungen, Texte etc. die vom Thema „Liebe“ und alles was damit zu tun hat handeln, schon so sehr. Es macht mich einfach nur noch alles so traurig…einfach alles, ganz besonders, wenn mich etwas davon an einen Menschen erinnert, der nicht mehr da ist.
Bestimmt bin ich aber auch selbst schuld an dem Ganzen. Ich bin wohl allen gegenüber immer total abweisend, so dass es für andere auch gar nicht möglich ist, mich gern haben zu können. Auch wenn ich es gar nicht absichtlich mache, aber ich weiß gar nicht, wie es anders sein könnte. Da ich sowieso schon bei jedem automatisch annehme, dass er mich nicht mag, bin ich prinzipiell schon verschlossen und wenn ich mit ihm rede und auch noch persönlichere Fragen kommen, kann ich nur das Nötigste sagen. Noch dazu bin ich sowieso langweilig und weiß sowieso gar nicht, was ich sagen soll, folglich vermisst mich auch gar niemand wenn ich dann nicht da bin, weil ich ja sowieso nichts sage. Wahrscheinlich ist es wohl so eine Art Selbstschutz, der völlig falsch aufgebaut und so gar nicht richtig funktionieren kann und alles nur noch schlimmer macht. Aber ich weiß einfach nicht, wie ich diesen Selbstschutz ausschalten kann, besonders nachdem ich wohl schon vor langer Zeit mit dessen Aufbau begonnen habe, so dass ich jetzt gar nicht weiß, wie es ohne ihn geht und mich auch gar nicht traue ihn einfach so, ersatzlos aufzugeben.
Manchmal stelle ich mir vor, dass die Seelen, nachdem man gestorben ist, dorthin hinkommen, wo Seelen eben hinkommen und alles wunderschön ist und jede Seele mit anderen Seelen zusammen ist und sie dort gemeinsam schöne Sachen machen. Nur mein kleines Seelchen ist immer ganz allein und niemand mag es. Und es traut sich auch gar nicht zu den anderen, weil es ja eh niemand gern hat und sowieso nur jedem im Weg ist. So sitzt mein kleines Seelchen für immer ganz allein unter einem Baum, in der Hoffnung, dass die Ewigkeit bald aufhört und wenn andere Seelchen zum Baum kommen, geht es ganz weit weg und sucht sich einen neuen Baum, um niemandem im Weg zu sein. Also eigentlich, dass es ganz genau so ist, wie es jetzt auch ist.
Aber damit ich hier nicht ausnahmslos nur über meine Einsamkeit schreibe, sondern auch mal etwas positiveres, möchte ich auch noch kurz von meiner derzeitigen Arbeit berichten. Also ich arbeite inzwischen schon einen Monat und ich finde es meistens ganz okay, sogar fast unterhaltsam. Vor allem finde ich es irgendwie interessant mit Leuten zu tun zu haben, das bringt irgendwie Abwechslung und kann ganz lustig sein. Ich hätte gar nicht gedacht, dass mir das so großen Spaß machen kann, zumindest manchmal. Manchmal ist es auch nicht so schön, aber das hat auch viel mit den jeweiligen Kollegen zu tun, mit denen ich zusammenarbeite. Bei vielen habe ich wohl auch das Problem, dass ich viel zu wenig rede, aber naja…im Großen und Ganzen war es bis jetzt aber okay, fast sogar schön und die Arbeit ist nicht unbedingt aufwendig. Dafür wird sie aber auch schlecht bezahlt und man hat lange Arbeitszeiten. Naja, mal sehen, wie es dann mit dem Studium aussieht.
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Vor einiger Zeit wurde ich an das Märchen von der Prinzessin auf der Erbse erinnert. Dabei habe ich an eine Prinzessin gedacht, die ich einmal kannte, sie war so unheimlich zart und einfühlsam, sie hätte bestimmt nicht einmal auf einem Sandkorn schlafen können. Ich vermisse ihr unbeschreiblich nettes Wesen so sehr.
der-Schüchterne - 30. Jun, 19:22
Ich mag gar nicht mehr da sein. Bin nur noch traurig und traurig und traurig. Immer wenn ich etwas habe, das mir die Hoffnung gibt, dass es doch einmal besser werden könnte, geht das wieder weg und ich werde nur noch trauriger. Es ist wie wenn ich kurzfristig fast bis zum Rand meines Lochs komme und dann wieder ganz nach unten stürze und auch das wieder neu besteigen muss, dass ich vorher so mühsam erklettert habe. Ich mag das einfach nicht mehr. :-( Vor allem habe ich das Gefühl, dass das Loch immer tiefer wird und dass ich da nie rauskommen werde. Hmm…
der-Schüchterne - 14. Jun, 20:34
Ja, es gibt mich noch. Auch wenn ich mir in den vergangenen Monaten viel zu oft das Gegenteil gewünscht habe. Aber jetzt ist Frühling und ich hoffe, dass es mir dadurch zumindest wieder ein bisschen besser geht, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob das Wetter mein Gemüt wirklich großartig beeinflussen kann, zumal ich Regentage sehr mag und auch an sonnigen Tagen todtraurig sein kann. Andererseits ist es auch oft ganz angenehm, wenn man einen sonnigen Tag genießen kann, vielleicht werde ich ja doch noch einmal ein sogenannter Sonnenanbeter. Möglicherweise wirken sich ein paar Sonnenstrahlen doch mehr auf mein Gemüt aus, als ich früher angenommen hatte und ich habe nur länger gebraucht, um das festzustellen, wobei ich mich mit solchen Dingen vorher auch noch nicht oft auseinander gesetzt habe. Sowie mit vielem, das mich betrifft, aber ich nehme an, dass das schon alles zur rechten Zeit von ganz alleine kommt. Jedenfalls sollte ich wohl öfter raus und das schöne Wetter genießen.
Ganz uninspiriert bin ich natürlich nicht auf dieses sonnige Thema gestoßen. Der Hauptgrund, warum ich gerade ein bisschen darüber nachgedacht habe, in wie weit einen ein bisschen Sonnenschein verändern kann, war, dass mich in den vergangenen zwei Wochen, nach langer Zeit, mal wieder zwei weibliche Wesen auf diversen Singlebörsen entdeckt haben und beim darüber Nachdenken ist mir aufgefallen, dass ich mich kurz davor auch mal wieder auf einer dieser Seiten herumgetrieben habe und ich denke, das ist ein ganz guter Beleg dafür, dass der Frühling da ist und sich direkt auf Menschen auswirkt. Wobei mich sehr interessieren würde, ob Singleseiten zu diesen Zeiten auch wirklich höhere Besucherzahlen haben oder ob es doch nur eine subjektive Beobachtung ist.
Übrigens habe ich seit meinem letzten Beitrag meinen Zivildienst beendet, leider bin ich noch sehr im Unklaren darüber, wie es weitergehen soll, da die Resonanz auf meine Bewerbungen eher nicht so besonders war. Zwar hatte ich einige Vorstellungsgespräche, aber es gab wohl bessere Kandidaten, um es einmal so auszudrücken. Darum überlege ich nun mit einem Studium fortzufahren, obwohl ich riesengroße Angst habe, dass mich ein Studium überfordert und ich es nicht schaffe. Aber bevor ich gar nichts mache, wird es wohl besser sein, wenn ich es zumindest versuche und nach Arbeit kann ich mich nebenbei auch noch umsehen.
Was ich auch noch unbedingt loswerden möchte, ist, dass man im Internet manchmal total nette Leute kennen lernt. Und jetzt weiß ich nicht, wie ich fortsetzen soll, weil fast alle davon hier schon einmal gelesen haben. ;-) Jedenfalls möchte ich mich bei allen bedanken, die immer so lieb zu mir sind, mir immer zuhören und so oft für mich da sind. Ich denke, wenn es diese Menschen nicht gäbe, gäbe es hier viel mehr durch und durch traurige und hoffnungslose Beiträge von mir. Ich weiß gar nicht, wie ich mich für die viele Unterstützung bedanken soll. Es tut mir leid, dass ich viel zu viel jammere und ich mich dann auch noch meistens einfach nur noch wiederhole. Ich bin wirklich sehr dankbar, für die viele Geduld, die mir entgegengebracht wird.
Hoffentlich treffe ich auch einmal einen Menschen, dem ich mich auch persönlich so sehr anvertrauen kann. Aber ich denke, das wird wohl noch eine Weile dauern. Dafür bin ich wohl noch immer viel zu sehr in mich selbst zurückgezogen und fürchte mich viel zu sehr davor etwas von mir persönlich preiszugeben, obwohl ich gar nicht richtig verstehe warum, wo es mir doch übers Internet nicht allzu schwer fällt. Ich meine, ich weiß, dass ich lieber schreibe als rede, weil es mir einfach leichter fällt, wahrscheinlich weil ich mir da unter anderem einfach mehr Zeit lassen kann und Fehler, wenn sie mir rechtzeitig auffallen, ausbessern kann, was beim Reden ja eher nicht so einfach ist, aber trotzdem sollte ich mit manchen Menschen zumindest ein bisschen mehr reden können. Immerhin treffe ich mich hin und wieder durchaus mit netten Menschen. Ich weiß einfach nicht, wie ich dieses totale Abblocken wegbekommen kann. Irgendwie habe ich immer Angst, dass wenn ich mit jemandem rede, dass er mich nicht versteht und mich dann für schlecht hält, mich auslacht oder es jemand Anderem erzählt, obwohl das alles ja übers Internet noch viel leichter möglich ist und dennoch habe ich viel größere Angst vor dem direkten Umgang mit Menschen. Ich muss mich sogar überwinden, wenn ich ganz einfache Dienstleistungen in Anspruch nehme, wie zum Beispiel, wenn ich einen Brief bei der Post aufgebe. Ich habe ständig Angst, dass ich etwas falsch machen könnte und das Beste daran ist, dass selbst nachdem ich den Brief aufgegeben habe, ich noch immer ein schlechtes Gefühl habe und hoffe, dass ich nichts falsch gemacht habe. Im Grunde ist mir ja bewusst, dass ich mir da gar keine Sorgen machen sollte und auch gar keinen richtigen Grund dafür habe, weil beim Briefaufgeben kann man ja eigentlich kaum etwas Dramatisches falsch machen, aber trotzdem habe ich Angst davor, was andere denken könnten oder dass der von der Post gleich eine sarkastische Meldung abgibt, dann habe ich wieder für die nächsten zwei Tage ein schlechtes Gefühl, obwohl es ja eigentlich egal wäre was andere denken. Aber ich mache mir einfach immer Sorgen und schaffe es dann einfach nicht, mich jemandem anzuvertrauen.
Am besten nehme ich mir mal vor solche Gefühle nicht mehr zu haben und gehe öfter ein bisschen in die Sonne, vielleicht erwachen dann ja meine Frühlingsgefühle und ich bin dann auch nicht mehr so verschlossen. Hoffen kann man ja.
der-Schüchterne - 31. Mär, 03:13
Zur Abwechslung kann ich mal was Wunderschönes erzählen, das mich dieses Wochenende total glücklich gemacht hat und mich aus meiner sonst so typischen Wochenenddepression, die ich schon seit Monaten regelmäßig habe, herausgeholt und mich glücklich gemacht hat. Auch wenn ich befürchte, dass das nicht allzu lange anhält und ich spüre, dass meine ersten depressiven Gedanken schon wieder im Heranziehen sind, fand ich es trotzdem unglaublich schön und hätte es am liebsten nie enden lassen wollen. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letze Mal so glücklich war.
Es ist nämlich so, dass ich in letzter Zeit öfter in einem Chat bin, was mir früher überhaupt nicht gefallen hat, weil ich es nie gemocht habe, mit mehreren Leuten auf einmal zu chatten, da mir immer schnell der Gesprächsstoff ausgeht und so ziemlich bald in den Hintergrund gerate und ich mich am Ende nicht einmal traue, mich zu verabschieden. Jedenfalls war das so, bis ich zufällig mal in einen fast leeren Chat gestolpert bin, in der nur eine Person war, mit der es ganz angenehm zu reden war. Seitdem weiß ich, dass chatten auch ganz schön sein kann, zumindest, solange der Chat nicht überfüllt ist und wenn es so ist, fällt es sowieso nicht auf, wenn ich einfach verschwinde.
Auf alle Fälle geht es darum, dass mich dieses Wochenende ein Mädel aus diesem Chat zu sich eingeladen hat. Am Anfang hätte ich ja nicht gedacht, dass sie es ernst meinen könnte, zumal wir uns nicht einmal über den Chat besonders gut kannten, zumindest nicht nach meinem Befinden. Trotzdem war ich schon rund eine Stunde später bei ihr und wir hatten einen wunderschönen DVD-Abend. Nur schade, dass ich beim dritten Film eingeschlafen bin. Dafür gab es am Morgen ein total leckeres Frühstück. Jedenfalls fand ich meinen ersten DVD-Abend überhaupt wunderschön. Es war so ein schönes Gefühl, sich mal einen Abend lang, nicht ganz allein fühlen zu müssen und nicht diesem typischen Wochenendeinsamkeitsgefühl ausgeliefert zu sein. Schade nur, dass sich das wohl nicht so schnell wiederholen wird. Mich kann man eben nicht lange und allzu oft aushalten, ich bin eben viel zu schweigsam und langweilig, das glaubt mir auch niemand und kann sich wohl auch gar niemand richtig vorstellen, bis man mich mal persönlich erlebt hat. Wie schon erwähnt, war es das schönste Wochenende, dass ich seit Langem hatte, vielleicht sogar überhaupt eines meiner Allerschönsten, auch wenn es gewiss noch viel schöner hätte sein können, wenn ich nicht auf den Mund gefallen wäre. Ich bin so schlimm, ich habe den ganzen Abend lang, kaum ein Wort, geschweige denn einen ganzen Satz herausgebracht. Vielleicht ist es auch besser so, es wäre ja auch langweilig, wenn man nichts hätte, an dem man arbeiten kann und alles besser werden kann…
Dann hatte ich gestern Abend noch ein zweites wunderschönes Erlebnis, worauf ich zu hoffen schon gar nicht mehr gewagt hatte. Nach langer, langer Zeit konnte endlich meine allerbeste Freundin wieder online sein. Ich hatte sie schon sooooooooooo sehr vermisst, eigentlich sogar noch viel mehr, aber um das zeigen zu können, würde der Platz hier wohl kaum reichen und würde wohl den Rahmen sprengen. Es hat mich so glücklich gemacht, dass sie wieder mal da war. Auch wenn das Wiedersehen viel zu kurz war, hat es mir trotzdem total viel Freude geschenkt und mir ein schönes Gefühl vermittelt. Eigentlich dachte ich ja, dass sie mich schon lange vergessen hätte, womit ich mich auch regelmäßig selbst traurig gemacht habe, weil ich es mir nur so schwer vorstellen kann, dass mich jemand vermissen könnte und freiwillig an mich denkt, noch dazu über eine relativ lange Zeitspanne, aber so war es gar nicht. Ich sollte wohl nicht immer so negativ denken, leider kommen meine Gedanken ganz von allein und ich kann mich kaum dagegen wehren. Jedenfalls hat sie mich nicht vergessen und kann in nächster Zeit hoffentlich hin und wieder da sein und irgendwann hoffentlich wieder viel öfter. Ich freue mich total über den Gedanken!
Eigentlich geht es mir also derzeit im Großen und Ganzen wirklich gut. Ich bin gespannt, wie lange diese positive Stimmung anhält. Leider befürchte ich, dass sie spätestens am Wochenende wieder eher negativ gefärbt ist. Aber mal sehen, vielleicht habe ich ja Glück und es erwartet mich noch ein wunderschönes Erlebnis.
der-Schüchterne - 19. Dez, 21:41